9 warme, einfache Kohlrezepte für die Herbst und Winterküche plus ein frischer, proteinreicher Kohlsalat.
Wenn sich draußen die Blätter verfärben und die Tage kühler werden, verändert sich auch meine Küche. Jetzt darf es wieder warm, herzhaft und ein bisschen gemütlicher werden. Genau in diese Jahreszeit passt Kohl für mich wunderbar.
Dabei denke ich längst nicht nur an den klassischen Kohleintopf. Spitzkohl kann herrlich frisch und knackig sein, Rosenkohl bekommt im Ofen wunderbare Röstaromen, Wirsing passt in schnelle Pfannengerichte und Blumenkohl lässt sich sogar wie kleine Steaks im Ofen rösten.
Besonders schön finde ich die Farben. Die Herbstfarben finden sich jetzt auch auf dem Teller wieder. Das satte Grün von Wirsing, Rosenkohl und Brokkoli trifft auf orangefarbene Süßkartoffeln, violetten Rotkohl, goldgelbe Kartoffeln und die warmen Farben von Kurkuma und geröstetem Gemüse. Ich bin ein visueller Mensch und für mich darf gutes Essen auch beim Anschauen Freude machen.
Was gehört eigentlich zum Kohlgemüse?
Viele unserer bekannten Kohlsorten gehören zur Familie der Kreuzblütler. Spannend finde ich, wie unterschiedlich sie aussehen, schmecken und sich zubereiten lassen. Dazu gehören unter anderem Weißkohl, Rotkohl, Spitzkohl, Wirsing, Rosenkohl, Grünkohl, Blumenkohl, Brokkoli und Kohlrabi.
Spitzkohl ist vergleichsweise mild und zart. Wirsing schmeckt kräftiger und eignet sich wunderbar für warme Pfannen und Schmorgerichte. Rosenkohl entwickelt im Ofen herrliche Röstaromen. Blumenkohl ist mild und unglaublich wandelbar, während Brokkoli mit seinem kräftigen Grün sofort Farbe auf den Teller bringt.
Genau diese Vielfalt möchte ich mit meinen Rezepten zeigen.
Wann hat Kohl Saison?
Kohl begleitet uns länger durch das Jahr, als man zunächst denken könnte. Viele Sorten haben ihren Schwerpunkt jedoch im Spätsommer, Herbst und Winter.
Spitzkohl ist bereits früher im Jahr erhältlich und reicht je nach Sorte bis in den Herbst hinein. Weißkohl und Rotkohl gehören zu den klassischen Herbstgemüsen und lassen sich zudem gut lagern. Wirsing gibt es in unterschiedlichen Sorten über einen langen Zeitraum. Rosenkohl ist ein typisches Gemüse für die kalte Jahreszeit. Brokkoli und Blumenkohl ergänzen die Auswahl und bringen noch einmal ganz andere Möglichkeiten in die saisonale Küche.
Saisonal zu kochen bedeutet für mich nicht, komplizierte Regeln zu befolgen. Viel spannender finde ich die Frage: Was bietet die Jahreszeit gerade an und was kann ich daraus machen?
Warum Kohl so wunderbar in die Herbst und Winterküche passt
Kohlgemüse liefert je nach Sorte Ballaststoffe, Vitamin C, Vitamin K, Folat, verschiedene Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Typisch für Kreuzblütler sind außerdem sogenannte Glucosinolate, natürliche schwefelhaltige Pflanzenstoffe.
Für meine Küche ist genauso wichtig, was sich aus Kohl alles machen lässt. Er kann knackig, cremig, geröstet, geschmort oder fein angebraten auf den Teller kommen. Winterküche muss deshalb überhaupt nicht schwer oder eintönig sein.
Zusammen mit Hähnchen, Pute, Rind, Lachs, Eiern oder Kichererbsen entstehen daraus abwechslungsreiche Mahlzeiten mit einer guten Portion Protein.
Eine kleine Genussreise durch die Vielfalt der Kohlsorten
Eine kleine Genussreise durch die Vielfalt der Kohlsorten, passend zu Herbst und Winter, farbenfroh, saisonal und immer wieder anders auf dem Teller.
Hier kommst du direkt zu den einzelnen Rezepten
- Frischer Spitzkohlsalat mit Hähnchenbrust, Knoblauch und Chili
- Hähnchenschenkel mit Rosenkohl und Süßkartoffeln aus dem Ofen
- Gebratener Reis mit Wirsing, Pilzen und Rinderhack
- Krautwickel mit Kartoffel Kräuter Soße
- Blumenkohlsteaks mit Putengeschnetzeltem
- Cremiger Wirsing mit Hähnchen, Kichererbsen und Kokosmilch
- Brokkoli und Kartoffeln vom Blech mit Lachsfilet
- Geschmorter Fenchel mit Rosenkohl, Tomate und Parmesan, dazu Rinderfilet
- Rotkohlpfanne mit Kartoffeln, Apfel und Rinderhack
- Blumenkohl Omelett mit Kräutern und Chili
1. Frischer Spitzkohlsalat mit Hähnchenbrust, Knoblauch und Chili
Kalt serviert | ca. 20 Minuten plus Ziehzeit | für 2 Personen
Spitzkohl eignet sich wunderbar für einen knackigen Salat. Besonders gut schmeckt er mir, wenn er sehr fein gehobelt wird und anschließend genügend Zeit bekommt, das Dressing aufzunehmen. Das abgekühlte Hähnchenbrustfilet macht daraus eine leichte, proteinreiche Mahlzeit.
Zutaten
1 kleiner Spitzkohl | 1 großes Hähnchenbrustfilet | 3 bis 4 EL Olivenöl | Saft von 1 Zitrone oder 2 bis 3 EL Apfelessig | 1 bis 2 Knoblauchzehen | Kümmel oder Anis | Chiliflocken | Salz
Zubereitung
Das Hähnchenbrustfilet vollständig durchbraten und anschließend abkühlen lassen. Danach in feine Streifen oder mundgerechte Stücke schneiden.
Den Spitzkohl sehr fein hobeln und in eine große Schüssel geben. Olivenöl mit Zitronensaft oder Apfelessig verrühren. Knoblauch fein hacken oder pressen und zusammen mit Kümmel, Chiliflocken und etwas Salz dazugeben.
Das Dressing gründlich mit dem Spitzkohl vermengen und den Salat durchziehen lassen. Kurz vor dem Servieren das kalte Hähnchen unterheben oder oben auf dem Salat verteilen.
Protein pro Person: ca. 28 bis 32 g.
2. Hähnchenschenkel mit Rosenkohl und Süßkartoffeln aus dem Ofen
Ca. 45 Minuten | für 2 Personen
Rosenkohl, Süßkartoffeln und Hähnchenschenkel sind für mich ein richtig schönes Herbst und Wintergericht. Alles kommt gemeinsam in eine Auflaufform und den größten Teil der Arbeit übernimmt anschließend der Backofen.
Zutaten
2 große Hähnchenschenkel | 300 bis 400 g Rosenkohl | 1 mittelgroße Süßkartoffel | 1 kleine Zwiebel | 1 bis 2 EL Olivenöl | 1 Knoblauchzehe | Paprikapulver | Rosmarin oder Thymian | Salz | Pfeffer
Zubereitung
Den Backofen auf 200 Grad Ober und Unterhitze vorheizen. Rosenkohl putzen und halbieren, Süßkartoffel in mundgerechte Stücke und die Zwiebel in Spalten schneiden.
Das Gemüse in eine Auflaufform geben und mit etwas Olivenöl, Knoblauch und den Gewürzen vermengen.
Die Hähnchenschenkel daraufsetzen, leicht mit Olivenöl bestreichen oder beträufeln und ebenfalls mit Paprika, Pfeffer und Kräutern würzen.
Je nach Größe etwa 35 bis 45 Minuten backen, bis die Hähnchenschenkel vollständig durchgegart und schön goldbraun sind.
Hier liebe ich das Farbenspiel besonders. Grün vom Rosenkohl, warmes Orange von der Süßkartoffel und dazu die goldbraunen Hähnchenschenkel.
Protein pro Person: ca. 30 bis 35 g.
3. Gebratener Reis mit Wirsing, Pilzen und Rinderhack
Ca. 30 Minuten | für 2 Personen
Wirsing muss nicht immer Eintopf bedeuten. Zusammen mit Pilzen, Reis und Rinderhack wird daraus eine unkomplizierte, herzhafte Pfanne für kalte Tage.
Zutaten
6 große Wirsingblätter | 300 g Rinderhack | 150 g Champignons oder Austernpilze | 1 kleine Zwiebel | 1 Knoblauchzehe | 120 bis 150 g Reis | 1 EL Olivenöl oder etwas Butter | Kurkuma | Salz | Pfeffer
Zubereitung
Den Reis bissfest garen und anschließend gut abtropfen lassen. Die Wirsingblätter waschen, den harten Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden. Pilze je nach Größe halbieren oder vierteln. Zwiebel und Knoblauch fein hacken.
Das Rinderhack in etwas Olivenöl oder Butter kräftig anbraten und vollständig durchgaren. Zwiebel und Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten.
Wirsing und Pilze hinzufügen und etwa acht bis zehn Minuten braten. Zum Schluss den Reis unterheben und noch einige Minuten mitbraten.
Mit Kurkuma, Salz und Pfeffer abschmecken. Durch das Kurkuma bekommt der Reis einen schönen goldenen Farbton, der wunderbar zum kräftigen Grün des Wirsings passt.
Protein pro Person: ca. 34 bis 38 g.
4. Krautwickel mit Kartoffel Kräuter Soße
Ca. 60 Minuten | für etwa 4 Portionen
Dieses Rezept braucht ein bisschen mehr Zeit. Dafür lohnt es sich, gleich mehrere Portionen zuzubereiten. So bleibt noch etwas für den nächsten Tag.
Zutaten
1 Kopf Weißkohl | 1 Karotte | ca. 100 g Knollensellerie | ca. 100 g Lauch | 2 Eigelb | etwas Sahne oder pflanzliche Kochalternative | 200 g Kartoffeln | Gemüsebrühe | frische Kräuter | Majoran | Kümmel | Kurkuma | Salz | Pfeffer
Zubereitung
Etwa acht schöne große Kohlblätter vorsichtig vom Kopf lösen und in Salzwasser kurz blanchieren, bis sie biegsam werden. Danach kalt abschrecken und gut abtropfen lassen.
Karotte, Sellerie und Lauch putzen und in feine Streifen schneiden. Den restlichen Weißkohl grob zerteilen und weich garen. Anschließend gut abtropfen lassen, klein hacken und mit Eigelb und etwas Sahne vermischen. Mit Majoran, Kümmel, Kurkuma, Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Kohlblätter auslegen, mit der Kohlmasse und den Gemüsestreifen füllen und zu kleinen Päckchen rollen. Bei Bedarf mit Küchengarn fixieren.
Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. Eine Auflaufform damit auslegen, die Krautwickel daraufsetzen und etwas Gemüsebrühe angießen.
Bei 180 Grad Ober und Unterhitze etwa 30 Minuten garen. Für etwas mehr Farbe ungefähr zehn Minuten vor Ende der Garzeit offen weiterbacken.
Die Krautwickel herausnehmen. Kartoffeln und Brühe aus der Form pürieren, frische Kräuter unterrühren und abschmecken. Zusammen mit den Krautwickeln servieren.
Protein pro Person: ca. 7 bis 10 g, abhängig von Portionsgröße und verwendeten Zutaten.
5. Blumenkohlsteaks mit Putengeschnetzeltem
Ca. 30 Minuten | für 2 Personen
Blumenkohl kann so viel mehr, als weich gekocht neben Kartoffeln zu liegen. In dickeren Scheiben aus dem Ofen bekommt er eine ganz andere Konsistenz und wunderbare Röstaromen.
Zutaten
1 kleiner bis mittelgroßer Blumenkohl | ca. 300 g Putenfleisch | 2 EL Olivenöl | Saft von ½ Zitrone oder Limette | 1 Knoblauchzehe | Kurkuma | Salz | Pfeffer | Kürbiskerne
Zubereitung
Den Blumenkohl waschen und vorsichtig in etwa 1 bis 1,5 Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Möglichst durch den Strunk schneiden, damit die Scheiben zusammenhalten.
Olivenöl mit Zitronen oder Limettensaft, fein gehacktem Knoblauch, Kurkuma, Salz und Pfeffer verrühren.
Die Blumenkohlscheiben von beiden Seiten großzügig mit der Marinade bestreichen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Bei etwa 190 bis 200 Grad Umluft backen, bis der Blumenkohl leicht gebräunt und nach Geschmack noch bissfest oder bereits weicher ist.
Das Putenfleisch in Streifen schneiden und währenddessen in einer Pfanne vollständig durchbraten. Die Blumenkohlsteaks zusammen mit dem Putengeschnetzelten anrichten und mit Kürbiskernen bestreuen.
Protein pro Person: ca. 38 bis 42 g.
6. Cremiger Wirsing mit Hähnchen, Kichererbsen und Kokosmilch
Ca. 30 bis 35 Minuten | für 2 Personen
Für mich ist das ein richtiges Wohlfühlgericht für einen kalten Tag. Cremiger Wirsing trifft auf Hähnchen, Kichererbsen und eine leicht würzige Kokossoße.
Zutaten
400 bis 500 g Wirsing | 1 großes Hähnchenbrustfilet | 1 Glas Kichererbsen | ca. 200 ml Kokosmilch | 100 bis 150 ml Gemüsebrühe | 1 kleine Zwiebel | 1 Knoblauchzehe | 1 EL Kokosöl | Kurkuma | Muskatnuss | Salz | Pfeffer
Zubereitung
Den Wirsing waschen und in feine Streifen schneiden. Das Hähnchenbrustfilet in kleine Stücke schneiden.
Kokosöl in einer großen Pfanne erhitzen und das Hähnchen darin rundherum anbraten. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und kurz mitbraten. Anschließend den Wirsing dazugeben.
Mit etwas Gemüsebrühe ablöschen, den Deckel auflegen und bei kleiner Hitze schmoren, bis der Wirsing weich geworden ist, aber noch etwas Biss hat.
Kokosmilch unterrühren und mit Kurkuma, Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Kichererbsen aus dem Glas abgießen, kurz abspülen und zum Schluss unterheben. Einige Minuten gemeinsam erwärmen.
Protein pro Person: ca. 38 bis 42 g.
7. Brokkoli und Kartoffeln vom Blech mit Lachsfilet
Ca. 35 bis 40 Minuten | für 2 Personen
Ein unkompliziertes Blechgericht mit einem wunderschönen Farbenspiel. Goldene Kartoffeln, sattgrüner Brokkoli und rosafarbener Lachs machen schon beim Ansehen Appetit.
Zutaten
- 400 g Kartoffeln | 1 Brokkoli | 2 Lachsfilets | 2 EL Olivenöl | 1 bis 2 Knoblauchzehen | Rosmarin | Thymian | Oregano | Salz | Pfeffer | optional etwas Zitronensaft
Zubereitung
Die Kartoffeln gründlich waschen und mit Schale in rustikale Spalten oder grobe Stücke schneiden.
Mit etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer und Kräutern vermengen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Bei etwa 190 Grad Umluft zunächst 10 bis 15 Minuten vorbacken.
Den Brokkoli in kleine Röschen teilen, ebenfalls mit etwas Olivenöl und Gewürzen vermengen und zu den Kartoffeln geben.
Die Lachsfilets leicht würzen und nach Wunsch mit etwas Zitronensaft beträufeln. Der Lachs kommt erst für die letzten etwa 15 Minuten zum Gemüse und zu den Kartoffeln auf das Blech.
So haben die Kartoffeln genug Zeit zum Rösten, der Brokkoli bekommt schöne Röstaromen und der Lachs bleibt saftig.
Protein pro Person: ca. 30 bis 35 g, abhängig von der Größe des Lachsfilets.
8. Geschmorter Fenchel mit Rosenkohl, Tomate und Parmesan, dazu Rinderfilet
Ca. 40 Minuten | für 2 Personen
Dieses Gericht bringt ein bisschen Italien in meine Herbst und Winterküche. Fenchel, Tomate, Oregano und Parmesan erinnern sofort an mediterrane Aromen. Der Rosenkohl bringt zusätzlich eine weitere Kohlsorte ins Spiel.
Zutaten
2 mittelgroße Fenchelknollen | 200 g Rosenkohl | 200 g passierte Tomaten | optional 6 getrocknete Tomaten | 50 g Parmesan | 1 TL Oregano | etwas Olivenöl | Salz | Pfeffer | 250 bis 300 g Rinderfilet
Zubereitung
Fenchel putzen und vierteln. Den Rosenkohl putzen und halbieren.
Beides kurz vorgaren, sodass das Gemüse noch etwas Biss behält. Anschließend gut abtropfen lassen und in einer flachen Auflaufform verteilen.
Die passierten Tomaten mit Oregano, Salz und Pfeffer würzen und über das Gemüse geben. Wer den Geschmack kräftiger mag, ergänzt einige halbierte getrocknete Tomaten.
Den frisch geriebenen Parmesan darüberstreuen und alles bei etwa 180 Grad Ober und Unterhitze 20 bis 25 Minuten überbacken.
Kurz vor Ende der Garzeit das Rinderfilet in Streifen schneiden und in etwas Olivenöl kurz und kräftig anbraten. Gemeinsam mit dem Ofengemüse servieren.
Für mich ist das die mediterranste Variante dieser kleinen Genussreise.
Protein pro Person: ca. 38 bis 43 g.
9. Rotkohlpfanne mit Kartoffeln, Apfel und Rinderhack
Ca. 30 bis 35 Minuten | für 2 Personen
Rotkohl darf auch einmal anders auf den Teller kommen als klassisch zu Braten und Klößen. In dieser Pfanne trifft er auf Kartoffeln, Apfel und kräftig gebratenes Rinderhack.
Zutaten
½ kleiner Rotkohl | 4 mittelgroße Kartoffeln | 1 Apfel | 300 g Rinderhack | 1 kleine Zwiebel | 1 Knoblauchzehe | etwas Olivenöl | etwas Wasser oder Gemüsebrühe | Kurkuma | Muskatnuss | Salz | Pfeffer
Zubereitung
Den Rotkohl fein schneiden. Kartoffeln in kleine Stücke schneiden, den Apfel entkernen und ebenfalls würfeln. Zwiebel und Knoblauch fein hacken.
Das Rinderhack separat in etwas Olivenöl kräftig anbraten und vollständig durchgaren. Anschließend kurz aus der Pfanne nehmen.
Noch etwas Olivenöl in die Pfanne geben und Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen. Rotkohl und Kartoffeln hinzufügen und kurz mitbraten.
Mit einem kleinen Schuss Wasser oder Gemüsebrühe ablöschen und bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel garen, bis die Kartoffeln fast weich sind.
Die Apfelstücke dazugeben und kurz mitgaren. Sie dürfen ruhig noch etwas Biss behalten.
Zum Schluss das Rinderhack wieder unterheben und alles mit Kurkuma, Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.
Die leichte Süße des Apfels passt wunderbar zum kräftigen Rotkohl.
Protein pro Person: ca. 33 bis 37 g.
10. Blumenkohl Omelett mit Kräutern und Chili
Ca. 15 bis 20 Minuten | für 2 Personen
Das ist mein schnelles Rezept für Tage, an denen es unkompliziert sein soll. Der Blumenkohl bleibt leicht bissfest, die Eier bringen Protein und Kurkuma, Kräuter und Chili sorgen für Geschmack und Farbe.
Zutaten
6 Eier | ca. 200 g Blumenkohl | 1 kleine Knoblauchzehe | etwas Olivenöl | Salz | Pfeffer | Kurkuma | italienische Kräuter | Chiliflocken | frische Petersilie | ein Spritzer Zitronensaft
Zubereitung
Den Blumenkohl in sehr kleine Röschen teilen. Etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und den Blumenkohl einige Minuten anbraten. Er darf ruhig noch etwas Biss behalten.
Die Eier gut verrühren und mit Salz, Pfeffer, Kurkuma, italienischen Kräutern und fein gehacktem Knoblauch würzen.
Die Eiermasse in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze langsam stocken lassen. Den Blumenkohl gleichmäßig darin verteilen.
Zum Schluss mit Chiliflocken und frischer Petersilie bestreuen und mit einem kleinen Spritzer Zitronensaft verfeinern.
Protein pro Person: ca. 21 bis 24 g.
Von schnell bis gemütlich gekocht
Nicht jeden Tag hat man gleich viel Zeit. Genau deshalb gefällt mir diese Mischung.
Das Blumenkohl Omelett ist in etwa 15 bis 20 Minuten fertig. Auch der Spitzkohlsalat, die Wirsingpfanne oder die Blumenkohlsteaks passen gut in einen normalen Alltag. Bei den verschiedenen Ofengerichten übernimmt ein großer Teil der Arbeit der Backofen.
Die Krautwickel dürfen dagegen ein Essen für einen ruhigeren Herbst oder Wintertag sein, an dem das Kochen selbst ein bisschen zum Ritual wird.
So findest du zwischen schnellen Pfannengerichten, unkomplizierten Ofenrezepten und etwas aufwendigeren Wohlfühlgerichten ganz unterschiedliche Ideen.
Saisonal kochen darf unkompliziert sein
Für mich bedeutet saisonale Küche nicht, dass jedes Gericht perfekt oder besonders aufwendig sein muss. Oft entstehen die besten Kombinationen aus wenigen Zutaten, die gerade gut verfügbar sind.
Ein Kohlkopf, ein paar gute Gewürze, eine Proteinquelle und etwas Farbe reichen oft schon aus, um daraus etwas richtig Leckeres zu machen.
Gerade Herbst und Winter bieten dafür eine enorme Vielfalt. Spitzkohl schmeckt völlig anders als Wirsing, Rosenkohl wieder anders als Rotkohl und gerösteter Blumenkohl hat geschmacklich kaum noch etwas mit klassisch weich gekochtem Blumenkohl gemeinsam.
Genau das macht diese kleine Genussreise für mich so spannend.
Praktischer Küchenhelfer
Für Salate, Marinaden und die Vorbereitung von Gemüse nutze ich gern Edelstahlschüsseln mit Deckel. Mein Lieblingsset besteht aus drei Größen, hat einen rutschfesten Boden und lässt sich dank der Deckel auch direkt zur Aufbewahrung nutzen. Die Schüsseln sind langlebig, spülmaschinenfest und für mich eine bessere und hygienischere Alternative zu Kunststoffschüsseln.
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Mein Fazit
Kohl ist für mich eines der vielseitigsten Gemüse für Herbst und Winter. Mal knackig und frisch, mal cremig, geröstet oder herzhaft aus dem Ofen. Gerade zusammen mit einer guten Proteinquelle entstehen daraus unkomplizierte Gerichte, die satt machen und trotzdem abwechslungsreich bleiben.
Besonders mag ich die Farben, die jetzt auf den Teller kommen. Grüner Wirsing, Rosenkohl und Brokkoli, violetter Rotkohl, orangefarbene Süßkartoffeln und goldbraun geröstetes Gemüse bringen genau die Herbststimmung in die Küche, die ich so liebe.
Saisonal zu kochen heißt für mich nicht, sich einzuschränken, sondern immer wieder neu zu entdecken, was die Jahreszeit gerade zu bieten hat.
Ciao 💖
Wonja

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